• Lex mercatoria und Schiedsverfahrensrecht in Europa

Verlag:
Südwestdeutscher Verlag für Hochschulschriften
Erscheinungsdatum:
2009-03-16
Autoren:

(Dr. Stefan Hanke, Rechtsanwalt, Maître en Droit: Studium der Rechtswissenschaften an der Johannes-Gutenberg Universität in Mainz und der Université de Bourgogne in Dijon/Frankreich. Rechtsanwalt im Frankfurter Büro der internationalen Sozietät Thümmel, Schütze & Partner.)
ISBN:
9783838104560

Beschreibung:

Im Zuge der Globalisierung der Weltwirtschaft stellt
sich die Frage nach geeigneten Regelungsmechanismen
für einen internationalisierten
Handel. Hierbei werden vor allem in der
Rechtswissenschaft Regeln heterogenen Ursprungs
unter dem Oberbegriff lex mercatoria als ein „Recht
des Welthandels“ diskutiert. Diese Regeln können von
Schiedsgerichten bei der Entscheidung von
Streitigkeiten herangezogen werden. Inwieweit diese
Regeln von staatlichen
Rechtsordnungen tatsächlich als „Recht“ im Sinne
nationalstaatlicher Vorschriften angesehen werden
ist Gegenstand dieser Untersuchung. Es soll
ermittelt werden, inwieweit die hier untersuchten
Rechtsordnungen den Entwicklungen der globalisierten
Weltwirtschaft Rechnung tragen und insoweit
einen „Systemvorteil“ gegenüber anderen
Rechtsordnungen markieren können. Es zeigte sich,
dass in der französischen Rechtsordnung eine lex
mercatoria im Rahmen der Anwendung durch
Schiedsgerichte den nationalstaatlichen Regeln
gleichgestellt wird. In den anderen Rechtsordnungen
müsste ein auf der Basis von lex mercatoria Regeln
ergangener Schiedsspruch dagegen von den nationalen
Gerichten ggf. aufgehoben werden.

MATERIAS: lex mercatoria, Schiedsverfahrensrecht, Schiedsgericht, Schiedsgerichtsbarkeit, Schiedsspruch, Vollstreckung, arbitration, UN-Übereinkommen